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May 21, 2026
The Founder Schweiz: Wo alles begann
Es gibt Momente im Leben, die dich nicht mehr loslassen. Momente, die leise beginnen, aber deine gesamte Sichtweise auf die Welt auf den Kopf stellen. Für mich war dieser Moment eine Begegnung in den Wäldern der Schweiz, Auge in Auge mit einem majestätischen Rothirsch.
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Wo alles begann
Manchmal werde ich gefragt, wer ich eigentlich bin und wie ich zu dem Fotografen wurde, der ich heute bin. Mein Name ist Leon Plamp. Ich fotografiere seit elf Jahren. Mein Weg führte mich von den ersten Versuchen mit analogem Schwarz-Weiß-Film bis hin zur modernen Systemkamera. Ich habe mir alles selbst beigebracht. Wenn man mich fragt, wie lange man braucht, um das zu lernen, lautet meine Antwort: elf Jahre, und selbst jetzt bin ich nicht fertig.
Die Wahrheit ist, dass ich das, was ich tue, niemandem eins zu eins beibringen könnte. Bei meinen Bildern geht es nicht nur um die Technik oder den perfekten Moment. Es geht um meinen Kopf und mein Herz. Sie sagen mir, wann ich stehen bleiben und den Moment für mich einfangen muss. Ich bin ein Mensch, der eine tiefe Verbindung zur Natur und zur Tierwelt spürt. Die Natur ist das Schönste auf diesem Planeten. Wir laufen jeden Tag durch sie hindurch, aber wir vergessen zu oft die Schönheit, die dahintersteckt. Wildlife bedeutet für mich, Tiere in der freien Wildbahn zu erleben, ganz ohne den Einfluss von uns Menschen. Wir Fotografen sind dazu da, das Habitat dieser anderen Individuen respektvoll zu erforschen.
Der Moment, der alles veränderte
Die Schweiz hat meinen Charakter und meine Sichtweise auf die Welt komplett verändert. Als Kind war ich oft dort, hoch oben in den Bergen. Ich spielte im Wald, und Tiere wie Vögel oder Eichhörnchen wolltem mir aus der Hand fressen. Die Natur dort gibt einem eine ganz andere Art von Energie. Die Gerüche, das Erklimmen von Bergen und schließlich meine erste Begegnung mit einem komplett ausgewachsenen Rothirsch.
Dieser Hirsch ist der Hauptgrund, warum ich mich so eng mit der Tierwelt verbunden fühle. Als er vor mir stand, starrte ich ihn an, völlig überwältigt von meinen Gefühlen. Bis heute suche ich nach diesem Tier, wenn ich in die Schweiz zurückkehre. Doch tief im Inneren weiß ich, dass diese Situation einmalig war. Du weißt nie, was im Leben passiert. Aber wenn es passiert, solltest du dich fragen, warum und was es mit dir macht. Mich hat dieser Rothirsch verändert. Seit diesem Tag bin ich auf der Jagd nach der Legende von der Hirschwanderung. Ich weiß, dass ich mir diesen Kindheitstraum irgendwann erfüllen, ihn fotografieren und für ewig festhalten werde.
Ich war damals an einem Ort hoch oben in den Bergen. Den Namen will ich ungern verraten, denn dieser Platz ist heute leider schon völlig überflutet von Menschen.
Die Serie 75354 und der Weg zum eigenen Stil
Meine Serie mit dem Titel 75354 führte zu meiner ersten Kooperation und zu meinem ersten Interview. In diesem Interview von damals erzähle ich die Geschichte allerdings etwas anders. Nicht ganz so offen und ehrlich, sondern ein bisschen mystischer. Genau deshalb mache ich heute diese Videos. Ich möchte die Wahrheit zeigen und jungen Fotografen beweisen, wie viel man erreichen kann, wenn man einfach an sich und seine eigene Kunst glaubt.
Vielleicht wundert sich der eine oder andere, warum diese alten Bilder im Moody-Green-Stil gehalten sind und nicht so dunkel und schwarz wie meine neuen Arbeiten. Ich habe lange damit gekämpft, meinen eigenen Stil zu finden. Moody Green war mein erster richtiger Stil. Damals haben mir die Arbeiten von George und Troja, dem Mann, der seinen Hund fotografiert und überallhin mitnimmt, die Augen geöffnet. Sein Stil hat mich inspiriert. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich mit ihm geschrieben habe und er mir erklärte, wie und warum er seine Bilder so bearbeitet. Durch diese Inspiration, die Eindrücke aus der Schweiz, meine Kamera und Adobe Lightroom entstand die Serie 75354.
Der Schritt nach vorn
Das war der Anfang von allem. Wenn dir diese Geschichte gefällt, dann folge mir gerne für mehr Beiträge dieser Art. Es werden weitere Geschichten folgen, die deine Sichtweise als junger Fotograf oder als Fotografin verändern können. Geschichten, die dir vielleicht die Angst nehmen, den nächsten Schritt nach vorne zu machen.
Peace and love, stay golden.
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